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Vorwort

Wie zu der von L. w. GmpenT in den Jahren 1799-1824 herausgegebenen ersten Folge der Annalen der Physik (76 Bände) im Jahr 1826 ein von HEINR. MÜLLER bearbeitetes Hauptregister erschienen ist, so wird hiermit zu der zweiten, mehr als doppelt so umfangreichen PoGGENDORFF'schen Folge zunächst ein Haupt-Sachregister, welchem das Namenregister in kurzer Frist folgen soll, der Öffentlichkeit übergeben.

Die PoGGENDORFF'sche Folge begann mit dem 2. Band des Jahrgangs 1824 und endete mit dem 1. Band des Jahrgangs 1877; sie besteht aus Band 1–160 (oder der ganzen Reihe 77.–236. Band), ferner aus Ergänzungsband 1–8 und dem zur Feier der 50jährigen Redactionsführung PoGGENDORFF's erschienenen Jubelband. In diesen 53 Jahrgängen ist die ganze Arbeit niedergelegt, auf welcher die so ausserordentliche Entwicklung der physikalischen Wissenschaften innerhalb dieses Zeitraumes beruht, und nur ein gleichzeitig entstandenes Register kann von den vielfachen Wandlungen, welche die Forschung genommen, und den verschlungenen Wegen, die sie gehen musste, ein getreues Spiegelbild geben.

Es konnte daher bei Herstellung des vorliegenden Gesammtregisters kein Zweifel darüber obwalten, dass die s. Z. zu je 30 Bänden (bis zum 150. Band) erschienenen Register der Arbeit zu Grunde gelegt werden müssten, und man konnte solcher Nothwendigkeit um so leichter nachgeben, als diese unter den Augen PoGGENDORFF's von dessen langjährigem Freunde Prof. W. BARENTIN mit grosser Umsicht und Gewissenhaftigkeit gefertigten Register allerseits als vortrefflich

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VI Vorwort.

anerkannt und als alle Physiker durch langjährigen Gebrauch mit denselben vertraut waren. Aus diesen Erwägungen und auf Wunsch des Verlegers übernahm Prof. W. BARENTIN ungeachtet seines Alters von 74 Jahren die mühsame Aufgabe, zunächst die noch nicht aufgenommenen letzten 12 Bände zu registriren und dann sämmtliche Register zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzuarbeiten. Den ersten Theil dieser Aufgabe hatte er jedoch kaum vollendet, als ihn der Tod ereilte (17. April 1886), so dass der weitaus grössere und mühsamere Theil der Arbeit, die Verschmelzung des gesammten Materials zu einem gleichmässigen Ganzen, noch zu thun übrig blieb. In welcher Weise diese Arbeit ausgeführt worden ist, darüber mögen einige Bemerkungen orientiren: Der Wortlaut der alten Register ist möglichst unverändert geblieben, nur ganz Gleichartiges aus verschiedener Zeit und daher in verschiedenen Registern Vorkommendes ist vereinigt worden. Grössere Veränderungen sind hinsichtlich der Anordnung vorgenommen worden, denn wenn auch die Aufeinanderfolge überall beibehalten ist, wo kein Grund zu Veränderungen gegeben war, so erschien es doch in zahlreichen Fällen zweckmässig, die alphabetische Anordnung auch innerhalb der einzelnen Artikel bezw. der Reihenfolge der Unterstichwörter mehr vorwalten zu lassen. Als Beispiel dafür, wie deren übrigens auf jedem Bogen vorkommen, seien die auf „Eisen“ bezüglichen Artikel angeführt, welche zugleich über die beobachtete chemische Nomenclatur orientiren können, die sich der in der Mehrzahl der Bände üblichen anschliessen musste, auch wenn gegenwärtig andere Bezeichnungsweisen gebräuchlicher sind. Einige umfangreiche Artikel, wie Elektricität, Magnetismus, Meteoriten u. s. w., mussten, um übersichtlich zu werden, eine durchgreifende Neuordnung erfahren, immer jedoch unter möglichster Wahrung des Wortlautes der BARENTIN'schen Register. Die Satzeinrichtung des vorliegenden Sachregisters bedarf nur weniger Erläuterungen. Die fetten Zahlen bedeuten den Band (NB. der PoGGENDORFF'schen Folge!); die gewöhnlichen Zahlen die Seite. Bei unmittelbar aufeinanderfolgenden Sätzen aus ein und demselben Band ist die Bandzahl nur beim ersten

Vorwort. VII

Satz angegeben, bei blosen Seitenangaben ist daher auf die zuletzt vorhergehende fette Bandziffer zurückzugehen. Da letzteres ohnehin in den meisten Fällen des Zusammenhangs halber geschehen wird, so ist durch Nichtwiederholung der Bandzahl das Aufsuchen nicht erschwert worden; solches wäre vielmehr durch jedesmalige Wiederholung der Bandzahl geschehen, da die Fülle fetter Ziffern der Ubersicht über Zusammengehöriges hinderlich gewesen wäre. Ein E vor der Bandzahl 1–8 bedeutet Ergänzungsband, ein J den Jubelband. Um Raum und die auch beim Lesen lästige häufige Wiederholung eines und desselben Wortes zu sparen, ist das Zeichen an Stelle des Stichwortes, event. Unterstichwortes gesetzt worden; ob ersteres oder letzteres unter dem Zeichen zu verstehen ist, wird in keinem Falle zweifelhaft sein. Steht das Stichwort in der Einzahl, während es in einem Satz des betreffenden Artikels in der Mehrzahl verstanden werden soll, so ist das Zeichen - gebraucht, auf Casus-Endungen ist dagegen keine Rücksicht genommen, da dies nur für sprachliche Wörterbücher nothwendig wäre. Das Zeichen f deutet an, dass in demselben Artikel an späterer Stelle noch eine Angabe verwandten Inhalts vorkommt, während in demselben Sinne zurückweist. Mit Anwendung dieser Hinweise ist jedoch, um ihren Zweck der Erleichterung des Aufsuchens nicht zu vereiteln, nur sparsam verfahren worden, und bei Artikeln, welche ohnehin ein aufmerksames Durchsehen längerer Stücke erheischen, sind sie meist ganz weggelassen worden. Bezüglich der alphabetischen Ordnung der Stichwörter ist zu bemerken, dass die Umlaute ä, ö, ü unter a, o, u eingeordnet sind, im Gegensatz zu den bisherigen Registern, wo sie als ae, oe, ue behandelt waren. Wie man im Vorwort zu jedem grösseren Sachregister der Bitte begegnet, an die Arbeit nicht die Anforderung der Vollkommenheit stellen zu wollen, so soll diese Bitte auch hier nicht fehlen, wenn es sich auch von selbst versteht, dass ein solches Register niemals allen etwa an dasselbe zu stellenden Ansprüchen gemäss eingerichtet werden kann. – Bei Beurthei

VIII Vorwort.

lung des vorliegenden Bandes möge nicht übersehen werden, dass derselbe nur eine Überarbeitung des von BARENTIN geschaffenen Materials darstellt und dass ein controlirendes Nachschlagen aller Angaben bei dem Umfang von 169 starken Bänden eine absolute Unmöglichkeit war, wenn die Arbeit in absehbarer Zeit fertig werden sollte. Auf Correctheit des Satzes ist möglichste Sorgfalt verwendet worden, sowohl von Seiten der Druckerei als auch beim Lesen der Correcturen, die Verlagshandlung würde aber die Mittheilung von Fehlern, die sich beim Gebrauch dieses Registers etwa noch herausstellen sollten, mit grossem Danke entgegennehmen, um dem in Vorbereitung befindlichen Namenregister eine Berichtigung derselben beigeben zu können.

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