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DER

PH Y SI K

UND

CHEMI E.

HERAUSGEGEBEN ZU BERLIN

VON

J. C. POGGENDORFF.

BAND LXXXIX. STUCK 2.

DER GANZEN FOLGE HUNDERT UND FÜNF UND SECHSZIGSTEN BANDES

ZWEITES STÜCK.

1853. No. 6.

(Geschlossen am 7. Juni 1853.)

NEBST EINER KUPFERTAFEL.

LEIPZIG, 1853.

VBRLAG VON JOHANN AMBROSIUS BARTH.

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1. Ueber die Wanderungen der lonen während der Elektrolyse.

Erste Mittheilung von W. Hittorf. ........... 177 11. Ueber einige Gesetze der Vertheilung elektrischer Ströme in kör

perlichen Leitern, mit Anwendung auf die thierisch - elektrischen

Versuche; von H. Helmholtz. ... .. ...211 III. Ueber die epoptischen Farben der einaxigen Krystalle in circu

lar-polarisirtem Lichte; von E. Wilde......:.. 234 IV. Ueber eine neue Anwendung der stroboskopischen Scheiben; von

W. Rollmann. ............... 246 V. Ueber die von Hrn. Dr. Hera path und Hrn. Prof. Stokes

in optischer Beziehung untersuchte Jod - Chinin - Verbindung von

W. Haidinger. ................ 250 VI. Ueber die Luft- Elektricität; von F. Dellmann. .'. .. 258 VII. Zur Theorie des Dellmann'schen Elektrometers; von J. A. W.

Röber. .:.::............: 283 VIII. Chemisch- mineralogische Mittheilungen; von E. E. Schmid.. .

Ueber die basaltischen Gesteine der Rhön ........ 291 IX. Ueber die Verbindungen des Schwefelantimons mit Antimon

oxyd; von H. Rose................ 316 X. Ueber die Absorption des polarisirten Lichts in doppeltbrechenden :

Krystallen als Unterscheidungsmittel ein- und zweiaxiger Krystalle,

und eine Methode dieselbe zu messen; von H. W. Dove... 322 XI. Untersuchungen über die specifischen Wärmen der elastischen

Flüssigkeiten; von V. Regnault. .......... 335 XII. Temperatur in der Tiefe des artesischen Brunnens zu Mondorf;

von Walferdin................. 349 XIII. Notiz zur Stereoskopie; von W. Rollmaon. ..:.. 350 XIV. Ueber die Interferenz des polarisirten Lichts; von E. E. Schmid. 351 XV. Ueber die Geschichte der Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit;

aus einem Briefe an Hrn. Dr. W. Erler von Al. von Humboldt..................352

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1853. ANNALEN

No. 6. DER PHYSIK UND CHEMIE.

BAND LXXXIX.

I. Ueber die Wanderungen der Ionen während der Elektrolyse; von W. Hittorf in Münster.

Erste Mittheilung.

Die Deutung, welche wir gegenwärtig dem Processe der Elektrolyse geben, stellte zuerst in ihren allgemeinen Zügen Grotthuss im Jahre 1805 auf. Darnach stammen die beiden Ionen, die gleichzeitig frei werden, nicht von demselben Atome des Elektrolyten ab, sondern gehören verschiedenen an, denen nämlich, die sich gerade in unmittelbarer Berührung mit den Elektroden befinden. Die Bestandtheile, aus deren Verbindung sie treten, vereinigen sich sogleich mit den entgegengesetzten der zunächst liegenden Atome; dieser Vorgang findet zwischen den entgegengesetzten Bestandtheilen sämmtlicher neben einander liegender Atome, soviel ihrer innerhalb der Elektroden sind, statt und hält sie alle gebunden.

» Ich folgere hieraus, bemerkt Grotthuss ‘), dass wenn es möglich wäre, im Wasser (allein ohne Einschaltung me. tallischer Leiter) einen galvanischen Strom hervorzubringen, der eine Zirkellinie bildete, alle Theilchen Wasser, die in diesem Zirkel liegen, zerlegt und augenblicklich wieder zusammengesetzt werden würden; woraus sich dann weiter ergiebt, dass dieses Wasser, obgleich es die galvanische Zersetzung in allen seinen Theilen wirklich erleidet, doch immer nur Wasser bleiben würde.«

Diese Auffassung der Elektrolyse war zu natürlich, um nicht die andern mehr oder weniger erzwungenen Hypothesen, welche die austretenden Ionen aus denselben Ato1) Phys. chem. Forsch. S. 123. Poggendorff's Annal. Bd. LXXXIX.

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men des Elektrolyten entspringen liefsèn, zu verdrängen. Sie erklärte ohne weitere Annahme die zahlreichen Versuche, welche H. Davy ') kurze Zeit nachher über die Hinüberführung der Bestandtheile zu den Elektroden veröffentlichte. Das späte Auftreten der Ionen eines Elektrolyten, der sich nicht in unmittelbarer Berührung mit den Polen befindet, ihr gänzliches Ausbleiben, wenn sie eine Flüssigkeit, mit deren Bestandtheilen sie unlösliche Verbindungen eingehen, von den Elektroden trennt, waren vortreffliche Belege, welche Davy der Theorie lieferte.

Trotz der klaren Vorstellung, die Grotthuss bis hierhin von der Elektrolyse sich gebildet, die namentlich aus der Bemerkung, welche ich oben mit seinen eigenen Worten wiedergegeben, hervorgeht (die Prämisse der Folgerung realisiren wir bekanntlich heutigen Tages leicht durch einen Inductionsstrom), verfiel er in der weitern Ergründung der Erscheinung in einen wesentlichen Irrthum. Er dachte sich nämlich dieselbe dadurch bedingt, dass die Metalle, zwischen denen der Elektrolyt eingeschaltet, die Sitze zweier Kräfte seyen, welche entgegengesetzt auf die beiden Bestandtheile jedes Atoms wirkend, den einen abstofsen, den andern anziehen und sich umgekehrt dem Quadrate der Entfernung verändern. Dieser Ansicht huldigten lange mehr oder weniger sämmtliche Physiker, die unserm Gegenstande ihre Aufmerksamkeit schenkten; ihr entsprach die Benennung der Pole, die man den eingetauchten Metallen gab. Grotthufs war jedoch auch hier den übrigen darin voraus, dass er bereits (freilich im Widerspruche mit seiner Hypothese) die auf jedes Theilchen des Elektrolyten wirkende Kräfte überall gleichstark im Bogen hinstellte, eine Annahme, die bekanntlich für die einfachsten Bedingungen des Versuches richtig ist.

Erst Faraday drang tiefer in den Vorgang ein. In ganz entgegengesetzter Weise fasste er die Bedingungen desselben auf und ward dadurch zu der grossen Entdeckung der festen elektrolytischen Wirkung des Stromes geführt, 1) Gilb. Ann. Bd. 28, S. 26.

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