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Feldspath. Skapolith.
Labrador Labrador Werperit

v. Vesuv. v. Corsica. v. Petteby.
Kieselerde 47,9 48,62 51,34
Thonerde 34,0 34,66 32,27
Eisenoxyd

0,73

1,91
Kalkerde

12,02
Talkerde 0,2 0,33
Natron 5,1 2,55 5,12
Kali

0,9 1,05
Wasser

0,50 1,00
100,0 100,46 100,97
(Laurent u. (Delesse) (Hartwall u.
Holms)

Hedberg)
Gemeinschaftliche Formel =R3 Si2 +4 R Si

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Wasserfreier Labrador Labrador Labrador Wernerit (3) Skolezit v.

v. Russgaarden. v. d. Faröer. v. Campsie. v. Ersby. Pargas. Kieselerde 52,15 52,52 54,67 52,11 54,13 Thonerde 26,82 30,03 27,89 2 7,60 29,23 Eisenoxyd 1,29 1,72 0,31 0,55 Kalkerde 9,15 12,58 10,60 13,53 15,46 Talkerde 1,02 0,19 0,18 Natron 4,64

5,05 3,86 Kali 1,79

0,49 Wasser 1,75

0,73 1,07 98,61 101,55 99,19 98,38 99,89 (Svan- (Forch- (Le Hunte) (Hartwall (Nordenberg) hammer)

u. Hedberg) skjöld) Gemeinschaftliche Formel =RSi + R Si.

4.57

1,50

3,00

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5,00

Feldspath.

Skapolith. Havnefjordit Oligoklas Skapolith Skapolith

v. Island. v. Sala. v. Arendal '). v. Sjösa. Kieselerde 61,22 60,15 61,50 61,64 Thonerde 23,32 23,47 25,35 25,72 Eisenoxyd 2,40 1,20

1,04 Manganoxydul

1,50 Kalkerde 8,82

5,21

2,98 Talkerde 0,36 0,36 0,75 Natron

5,65

nicht beKali Spur 1,77

stimint Wasser

1,03

1,86 98,68 98,84 98,60

(Forchhammer) (Svanberg) (Wolff) (Wolff) Gemeinschaftliche Formel =R Si+ RSi?,

Als Endresultat unserer Betrachtungen der Feldspath Skapolith - Reihe, und mit Zuziehung zuvor bekannter hierher gehöriger Thatsachen ergiebt sich: die zur FeldspathReihe gehörigen Mineral - Substanzen sind polymer-homöomorph, zugleich aber dimorph; ihre eine Form ist die klinoëdrische der Feldspäthe, ihre andere die tetragonale der Skapolithe. Paramorphosen von Feldspath nach Skapolith erscheinen daher als möglich. Beobachtet wurden: Paramorphosen von Albit und von Oligoklas - Albit nach Skapo

lith.

C. Eigenthümliches Auftreten von Natrolith im Norwegischen Zir

konsyenit. Zu den zahlreichen accessorischen Gemengtheilen des Norwegischen Zirkonsyenit gehört bekanntlich auch der Natrolith (Natron-Mesotyp). Stellenweise tritt derselbe in sol

1) Mein College Prof. Breithaupt erhielt vor Kurzem durch Dr. Bondi cher Häufigkeit auf, dass dadurch ein förmlicher NatrolithSyenit - ein grobkörniges Gemenge von Natrolith, Feldspath und Hornblende - gebildet wird. Der auf diese Weise vorkommende Natrolith gleicht dem in anderen (neueren) eruptiven Gesteinen vorkommenden so wenig, dass man ihn lange Zeit als ein eigenthümliches Mineral betrachtete, welches von Werner den Namen Spreustein erhielt, später aber von einigen Mineralogen dem Skapolithgeschlechte beigeordnet wurde. Ich habe gezeigt, dass der Spreustein nach der Formel Na Si +AlSi+2H zusammengesetzt und folglich in chemischer Beziehung identisch mit Natrolith ist '). Wenn jener Name hiernach nicht länger als Bezeichnung einer Species zulässig seyn kann, verdiente derselbe gleichwohl zur Hervorhebung einer Varietät des Natrolith beibehalten zu werden, deren charakteristischen Habitus er uns so anschaulich hinstellt. Der Spreustein besteht nämlich aus schmalstrahlig- und dünnblättrig - krystallinischen Partien, welche durch ihre verworrenc Zusammenhäufung, wie überhaupt durch ihre ganze äussere Erscheinung mehr oder weniger an zusammengehäufte Spreu erinnern. Mit anderen Worten: der Spreustein hat die Structur eines fein- bis grobkörnigen Marmors, doch mit dem - in der Natur des Natrolith begründeten - Unterschiede, dass die mit einander verwachsenen kleineren oder grösseren Partien ein parallel- oder divergirend-strahliges, theilweise auch blättriges Gefüge besitzen. Die ganze, durchaus compacte Masse desselben ist innig und scharf mit völlig frischem Feldspath und Amphibol verwachsen. Man findet sowohl kleinere Spreustein - Partien rings umgeben von Feldspath, als auch letzteren mitten im Spreustein. Die Hornblende – von der dunkelschwarzen, durch Vollkommenheit und Glanz ihrer Spaltungsflächen ausgezeichneten Art, welche von Hausmann') neuerlich als 1) Pogg. Ann. Bd. 65, S. 276. Dasselbe Resultat erhielt neuerlich C. G.

einen Arendaler Skapolithkrystall, welcher sich auf das Deutlichste als eine Paramorphose zu erkennen giebt. Doch bleibt es einstweilen unausgemacht, ob der betreffende Feldspath Albit oder Oligoklas ist. Der Krystall, eine Combination P.OP..P.. Poo, ist etwa 3 Zoll lang und 2 Zoll dick.

Gmelin, I. c. Bd. 81, S. 311. 2) Abhandl. d. Königl. Gesellschaft d. Wiss. zu Göttingen, Bd. 5. Be

merkungen über den Zirkonsyenit.

Arfvedsonit erkannt wurde — wird sowohl im Feldspath als imn Spreustein eingewachsen angetroffen; im Spreustein mitunter in ringsum scharf ausgebildeten Krystallen, welche nicht die geringste Spur irgend einer spätern Zersetzung oder Veränderung an sich tragen. Der Complex dieser und anderer Thatsachen, welche das Vorkommen der con. stituirenden und accessorischen Gemengtheile des gedachten Syenits charakterisiren, deuten unverkennbar darauf hin: dass der Natrolith - Syenit, gleich dem gewöhnlichen Zirkonsyenit, einstmals eine plutonisch flüssige oder breiartige Masse gebildet habe, aus welcher beim allmäligen Erstarren

- die drei Species: Feldspath, Spreustein und Hornblende als Hauptgemengtheile hervortraten. Die plutonische Bildungsweise des Norwegischen Zirkonsyenit und verwandter Gesteine, eine von L. v. Buch, Hausmann, Naumann u. A. dargelegte und anerkannte Thatsache, erstreckt sich also auch auf die natrolithführende Varietät jener Gebirgsart. Eine Verschiedenartigkeit der Bildung beider Syenitarten annehmen zu wollen, würde mit den geognostischen und petrographischen Verhältnissen im schroffsten Widerspruche stehen. Daraus lässt sich abstrahiren: dass der Spreustein von wesentlich anderer Entstehungsart sey, als der in neueren eruptiven namentlich basaltischen - Gesteinen vorkommende gewöhnliche Natrolith, dessen Krystallisation aus einer wässrigen Auflösung wohl kaum zweifelbaft erscheinen kann. Hierin liegt denn zugleich die Erklärung des verschiedenen Habitus beider Mineralien. Während sich der Spreustein unter den obwaltenden Umständen nur zu einer Masse von krystallinisch - körniger Structur auszubilden vermochte, hat sich der in Drusen - und Mandel - Räumen vorkommende Natrolith zu vollkommenen Krystallindividuen entwickeln können.

Nicht immer wird der Spreustein in äusserlich formlosen Partien im Zirkonsyenit angetroffen, sondern bisweilen auch zu sehr deutlichen Krystallen ausgebildet. Ich fand deren zuerst im Jahre 1842 auf einer kleinen Insel westlich von der (als Fundstätte des Thorit) bekannten grö

(seren Insel Lövöe im Brevigfjord '); und später sind sie auch an mehreren anderen Stellen des Zirkonsyenit - Terrains gefunden worden. Diese Krystalle – von denen manche eine Länge von einigen Zollen bei einem Durchmesser von bis gegen 1 Zoll erreichen — haben die Form sechsseitiger Säulen, kommen in vollkommen frischem Syenit, besonders in Feldspath eingewachsen vor, und zeigen in ihrer ganzen Masse dieselbe verworren krystallinische (marmorähnliche) Structur wie der gewöhnliche Spreustein. Mitunter findet man auch Krystalle, welche auf ihrem Querbruche eine, an das oben gedachte Auftreten der Hornblende (S. 14) erinnernde Anordnung ihrer strahligen Masse zeigen. Nach allen vorliegenden Thatsachen halte ich es für wahrscheinlich – und habe mich bereits früher darüber ausgesprochen ?) – dass auch die Spreusteinkrystalle zu den Paramorphosen gehören. Ich nehme an, dass sich aus der, durch plutonische Einwirkung ibrer Starrheit beraubten Masse des Zirkonsyenit: Natrolithkrystalle von einer anderen Form als die des gewöhnlichen - aus einer wässerigen Auflösung krystallisirten – Natrolith ausgeschieden haben ; dass aber darauf jene Krystalle der ersten Art, wäbrend oder nach ihrer Erstarrung – ganz analog den Krystallen des geschmolzenen Schwefels – innerlich zu einem Aggregat krystallinischer Partikel verändert worden seyen.

In einem der neuesten Hefte dieser Annalen (Bd. 87, S. 315) veröffentlicht Blum, dem mehrere der eben mit. getheilten Daten unbekannt gewesen seyn dürften, seine Ansicht über die Entstehung der Spreusteinkrystalle, von denen vor Kurzem durch Dr. Krantz in Bonn und Dr. Bondi in Dresden eine Anzahl Exemplare in den Mineralienhandel gekommen ist. Er betrachtet dieselben als Pseudomorphosen nach Eläolith, welches Mineral bekanntlich als

1) Nyt Mag. for Naturvidenskaberne Bd. 4, S. 134. — v. Leonhard

u. Bronn's Jahrb. 1843, S. 642. 2) Verhandl. d. Bergmänn. Vereins zu Freiberg. Berg- und Hüttenmänn,

Zeitung Bd. 11, S. 374.

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