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XI. Ueber die specifische Wärme des rothen Phos

phors; von V. Regnault.
(Ann. de chim. et phys. Ser. III. T. XXXVIII, p. 129.)

Eigenschaftehien, die Walke ara. Schr

Der von Hrn. Schrötter dargestellte rothe Phosphor ist von dem gemeinen Phosphor in allen seinen physischen Eigenschaften so verschieden, dass es mir von grossem Interesse erschien, die Wärmecapacitäten beider miteinander zu vergleichen. Ich bat also Hrn. Schrötter mir eine hinreichende Menge des rothen Phosphors im compacten Zustande zu bereiten, damit die Bestimmung mit der zu wünschenden Genauigkeit geschehen könne.

Die Substanz, welche dieser geschickte Chemniker die Güte hatte mir zu schicken, bildete vier compacte Stücke von glasigem und muschligem Bruch, zusammen etwa 100 Grm. wiegend. Cin mich zu versichern, dass sie keinen gewöbnlichen Phosphor enthalte, zerstiefs ich eine genau gewogene Menge derselben zu kleinen Stücken und liess sie mehrere Tage an der Luft liegen. Sie zeigte nun kcinen Gewichtsverlust und ertheilte auch dem Wasser, in welches sie gelegt worden, keine saure Reaction. Daraus schloss ich, dass der zu ineinen Versuchen bestimmte rothe Phosphor nur Spuren vom gemeinen enthalten könne.

Ich bestiinmte die specifische Wärme des rothen Phosphors nach dem Verfahren und mittelst des Apparats, welche in meiner ersten Abhandlung über die specifische Wärme der starren Körper beschrieben sind '). Folgendes sind die Elemente zweier Bestiinmungen:

sphäroids beträgt kaum das Doppelte der eben angegebenen absoluten Höhe (11636 Toisen) eines Gipfelpunkts des Kintschindjinga über dem niedrigsten jetzt bekannten Punkte des Meeresbodens. Der Unterschied der A equatorial- und Polar - Durchmesser ist nämlich 1718,9— 1713,1 =5,8 geogr. Meilen (zu 3807,23 Toisen oder 22843 Par. Fuss gerechnet)

Vergleichungen positiver und negativer Höhen stellien auch schon dic alexandrinischen Philosophen an, wie Cleomedes (Cyclica Theor. Lib. I, cap. 10) und Plutarch uns lehren. Der Letztere sagt ausdrücklich im Leben des Aemilius Paulus (cap. 25), wo er der Bergmessung des Olympus durch Xenagoras und der von ihm dort cingegrabenen Inschrift erwähnt: „Die Geometer glauben, dass kein Berg höher

und kein Meer tiefer als 10 Stadien sey«. 1) Ann. de chim, et de phys. Ser. II. T. LXXIII p. 19. Diese Ann.

Bd. 51, S. 44.)

19

Nach per the Phuacitat tanden stark on a

Gewicht des Korbes, worin der Phosphor, 23grm, 890 Wasserwerth . . . . . . . . . . 28rm, 24. 665rm, 34

668rm 27 989,39

989,16 415grm, 85

4458rm,85 14°,83

159,57 29,5398

29,4909 Spec. Wärme 0o,17051

0",16911 Mittelwerth

0°,16981. Ueber die specifische Wärme des gemeinen Phosphors, in starren und flüssigen Zustande besitzt man bisjetzt eine grosse Zahl von Bestimmungen.

Die des starren Phosphors ist: Nach mir ') zwischen - 770,75 und +10° 0,1710

» Person?) » -21° ° + 7° 0,1788 u mir 3) » +100 D +30° 0,1887

Die des flüssigen Phosphors: Nach Desains+) zwisch. + 45° und +50° 0,2006 » Person5) » +44°,2 » +51° 0,2045.

Der rothe Phosphor besitzt also eine beträchtlich schwächere Wärmecapacität als der gemeine Phosphor im starren oder flüssigen Zustande. Die geringen Unterschiede, welche man bei letzterem im starren und flüssigen Zuistande gefunden hat, können davon abgeleitet werden, dass die specifische Wärme eines und desselben starren oder flüssigen Körpers merklich zunimmt mit der Temperatur. Die Dichtigkeiten des Phosphors in den verschiedenen Zuständen sind übrigens wenig verschieden. Herr Schrötter 6) fand die Dichte des gemeinen Phosphors, starr, bei +10° 1,83

flüssig ~ + 45° 1,88 » rothen Phosphors, gcpülvert, » + 10" 1,96. 1) Ann, de chim. et de phys. Ser. III. T. XXVI p. 269. (Ann.

Bd. 78, S. 118.) 2) Tb. Ser. III. T. XXI, p. 318. (Ann. Bd. 74, S. 511.) 3) Ib. Ser. II. T. LXXIII. p. 55. (Ann. Bd. 51, S. 237.) 4) 16. Ser. IN. T. XXII, p. 439. (Ann. Bd. 70, S. 315.) 5) 16. Seri III. T. XXI. p. 321. (Ann, Bd. 74, S. 515.) 6) Ib. Ser. III. T. XXII. p. 417. (Ann. Bd. 81, S. 290.)

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