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mit den Constanten:

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Zur Verwerthung der Beobachtungen für spectralanalytische Untersuchungen im ultrarothen Gebiete lässt sich die Formel 1 aber noch erheblich besser den Beobachtungen anpassen, wenn man darauf verzichtet, das äusserste Ultrviolett, welches für Bolometerbeobachtungen nicht in Betracht kommt, ebenfalls mit darzustellen. Die letzte Spalte der Tabelle I enthält die Werthen, welche Formel II ergiebt, wenn ihre Constanten die Werthe haben:

Constanten II.
A* = 2,03882
J1, = 0,00621828 k = 0,00319987
%* = 0,007706 / = 0,0000029160.

Man sieht, dass Sarasin's und meine Messungen durch diese Constanten mit ausserordentlicher Treue dargestellt werden. Die Messungen von Rubens und Snow und von Carvallo dagegen haben gegen diese Formel und folglich auch gegen meine Messungen eine, wie es scheint constante Differenz von rund 15 Einheiten der 5. Decimalen. Man ersieht dies an der Tab. Il, in der diese Messungen mit den Ergebnissen der Formel II mit den Constanten II zusammengestellt sind.

Tabelle II.

Carvallos Messung Messung von Rubens u. Snow

7?, 77 u beob. ber. A , u beob. ber. A / 0,637 1,43292 1,43288 + 04 0,807 1,4307 1,43053 + 17 0,700 1,43192 1,43183 + 09 0,850 1,4303 1,43011 + 19 0,777 1,43096 1,43085 + 11 0,896 1,4299 1,42971 + 19 0,878 1,42996 1,42986 + 10 0,950 1,4294 1,42930 + 10 1,009 1,42904 1,42888 + 16 1,009 1,4290 1,42888 + 12 1,187 1,42804 1,42785 + 19 1,076 1,4286 1,42847 + 13 1,444 1,42676 1,42658 + 18 1,152 1,4281 1,42803 + 07 1,849 1,42460 1,42467 – 07 1,240 1,4277 1,42757 + 13 1,345 1,4272 1,42705 + 15 1,466 1,4267 1,42647 + 13 1,613 1,4260 1,42579 + 21 1,792 1,4250 1,42494 + 06 2,019 1,4240 1,42382 + 18 2,303 1,4224 1,42230 + 10 2,689 1,4205 1,42000 + 50

Die Abweichung dieser Messuugen von meinen vorjährigen hat sich also ungefähr noch verdoppelt.

Ich beabsichtige, künftigen Spectralmessungen behufs Reduction auf Wellenlängen stets meine jetzigen Beobachtungen bez. die Formel II mit den Constanten II zu Grunde zu legen. Die Wellenlängenangaben meiner früheren Spectralmessungen) sind nach den Neubestimmungen nur in dem Gebiete vor 2,5 u. und hier auch nur um solche Beträge zu corrigiren, die ich dort als mögliche Fehler bezeichnet habe. Es müssen nämlich meine Angaben bei 1,4 u um 0,015 u und meine Angaben bei 1,8 und 1,9 u um 0,010 u verkleinert werden, um mit den jetzigen Bestimmungen im Einklang zu stehen. Die Uebereinstimmung dieser Messungen mit den nach Langley's Dispersionscurve des Steinsalzes berechneten Spectralmessungen von Langley, Julius und Angström wird dadurch noch etwas besser.

Hannover, August 1895.

1) Vgl. ihre Zusammenstellung Wied. Anm. 53. p. 334. 1894.

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Vor einigen Jahren machte der Geh. Reg.-Rath Hr. Prof. Dr. Bertram in Berlin darauf aufmerksam, dass es wichtig wäre, für den Unterricht in der Mechanik einen Apparat zu construiren, mit welchem man die Spannungsänderung, die bei der beschleunigten Bewegung eintritt, zeigen könne und zwar für die im praktischen Leben wichtigste Bewegung auf horizontaler Bahn. Es war hierdurch die Aufgabe gestellt worden, einen Apparat zu construiren, bei dem ein Wagen durch ein Gewicht an einer Schnur gezogen wird, und an welchem in irgend einer Weise ein Dynamometer anzubringen ist, dass die Grösse der Spannung in der Schnur während der Bewegung zeigt. Die Lösung dieser Aufgabe ist nicht so leicht als sie scheint, da noch die Praxis die Bedingung dazu stellt, dass ein solcher Apparat nur sehr wenig kosten darf, wenn der sehr beschränkte Etat der meisten Schulen seine Anschaffung gestatten soll. Erst nach verschiedenen Versuchen ist die folgende verhältnissmässig sehr einfache und billige Lösung (vgl. Figur) des Spannungsmessers geglückt. Derselbe Apparat mit geringfügigen Ersatztheilen ist ausserdem noch geeignet, die Fallgesetze und die Gesetze verschiedener Bewegungen nachzuweisen und hat vor der gewöhnlichen Fallmaschine neben dem Vortheile grösserer Einfachheit auch noch den der graphischen Bestimmung voraus. Der Apparat besteht aus einem Wagen II, der auf einer Schiene ss sich leicht bewegen lässt und das Gewicht Q und das Dynamometer d trägt. Eine Schnur, mittels welcher der Wagen von dem Gewicht P gezogen wird, läuft über die Rollen rund r und ist mit einem Ende der Dynamometerfeder verbunden. An demselben Ende der Dynamometerfeder befindet sich ein Schreibstift a, welcher während der Fahrt des Wagens auf einer berussten Milchglastafel gg eine Curve beschreibt. Der Haken h dient zum Festhalten des Wagens und die gabelförmige Feder f zum Auffangen desselben.

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Wenn der Wagen festgehalten wird, so zeigt das Dynamometer die Grösse des Gewichtes P an; die Spannung in der Schnur ist also P. Wird der Wagen losgelassen und von dem Gewicht Pfortbewegt, so beschreibt der Stift a auf der Tafel

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