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Sondershausen, 1839.

Druck und Verlag von Friedr. Aug. Eupel.

Libr. Lockley 11-15-40

42062

An die Leser der Asträa.

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Nach mehrjähriger Unterbrechung in meiner zusammenhängenden maurerisch literarischen Arbeit ge= währte mir die Bearbeitung des siebenten Jahrganges dieses Taschenbuches einen lange entbehrten wahrhaften Genuß und ich sprach dies in meinem Vorwort vom Monat Mai 1837 mit derjenigen Offen= heit aus, mit welcher ich, als ein Feind aller Heuchelei, von jeher gewohnt bin, meinen Gesinnungen Worte zu geben. Zweck und Tendenz waren bei diesem fiebenten Jahrgange dieselben, als bei den sechs vorhergehenden, und mit demselben Vertrauen, welches ich

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bei allen übrigen gerechtfertiget fand, ging er densel= ben Weg, welchen seine Vorgänger gingen und erfreute sich einer gleichen Beachtung, was ich daraus schlie= ßen darf, daß mir der Br. Verleger bald nach der Ostermesse 1838 ankündigte: ich könne mich nur im= mer an den achten Jahrgang machen.

Mein Grundbegriff von der Freimaurerci ist noch ganz derselbe, obgleich manche Erfahrungen, wenn ich sie darauf håtte übertragen wollen, mich zu einer Xenderung håtten veranlassen können, doch dies ist nicht der Fall und wird es auch nie sein, selbst wenn ich mich bewogen fühlen müßte, die Quellen dieser Er= fahrungen dauernd zu meiden, was jedoch nur allein in der Absicht geschehen könnte, um der Versuchung zu entgehen, in meinem Glauben an jenen Grundbe= griff irre zu werden. Meine Meinung ist: Einzelne Freimaurer sind ja nicht die ganze Freimaurerei; mögen sie sein, wie sie wollen, diese bleibt ja deshalb immer, was sie war."

Daß der siebente Jahrgang nicht weniger der berufenen und unberufenen Kritik unterworfen sein wür

de, als die sechs vorhergehenden Jahrgänge, wußte ich, als ich ihn schrieb; allein ohne alle Furcht

verfolgte ich den mir vorliegenden Plan mit der jeder guten Sache eigenthümlichen Unbefangenheit und mit der mir zum festen Gesetz gemachten brüderlichen Of= fenheit. Die berufenen Urtheile über den letzten Jahrgang sind im Allgemeinen nicht weniger günstig ausgefallen, als alle frühere, und ich bin den Verfasfern derselben dafür den aufrichtigsten Dank schuldig, selbst für die darin enthaltenen freundlichen zurechtweisungen, die ich gewiß nach Gebühr zu beachten weiß. Die unberufenen Urtheile ganz unbeachtet zu lassen, hatte ich mir zwar, wie immer, auch diesmal vorgenommen; und würde auch diesem Vorsatz unbedingt treu geblieben sein, wenn sie mir nicht theils auf eine Weise zugekommen wåren, wie sie nicht aus Maurer - Mund und Maurer - Feder kommen sollten, theils auch eine Saite in mir berührt håtten, gegen deren Berührung ich nicht gleichgültig sein durfte, so lange ich mich noch Maurer nennen will; nåmlich die der Beschuldigung einer ungebührlichen Publi= citåt und einer Verunglimpfung der Frei

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